Buntgarnwerke-Weisse-Elster-Philipp-Kirschner

Buntgarnwerke an der Weißen Elster in Leipzig-Plagwitz (© Philipp Kirschner)

Exkursion 3:

Wasser in Leipzig: Spaziergang zu Pleiße- und Elstermühlgraben und zum Stadthafen

Freitag, 13.03.2026, 13:00 – 16:00

Leitung: Frau Angela Zábojník, Amt für Stadtgrün und Gewässer Leipzig

Leipzig galt insbesondere im 18. und 19. Jahrhundert als Wasserstadt. Die industrielle Entwicklung und der Braunkohletagebau führten jedoch zu einer massiven Verschlechterung der Wasserqualität und einem starken Rückgang der wassertouristischen Nutzung.

Die stadtbildprägenden Mühlgräben wurden wegen ihres Gestanks und Aussehens fast vollständig verrohrt oder überwölbt. Ende der 1980er Jahre forderte eine breite Bürgerschaft die Berücksichtigung dieser Fließe in den Planungen, doch die Realisierung begann erst nach der Wende. Seit 1997 wird der Pleißemühlgraben abschnittsweise geöffnet, wodurch acht Bauabschnitte bereits sichtbar und erlebbar sind. Der Elstermühlgraben wird im Spätsommer 2026 vollständig revitalisiert sein. Diese Offenlegungen – unter Berücksichtigung der Wasserrahmenrichtlinie – haben das Stadtbild maßgeblich verändert und tragen zur hohen Lebensqualität in Leipzig bei.

Mit der Stilllegung des Braunkohletagebaus entstanden zahlreiche neue Seen im Süden, Westen und Norden. Dieses neue Gewässernetz, das sogenannte Leipziger Neuseenland, ist heute mit den städtischen Gewässern verbunden und kann wassertouristisch erlebt werden.

Als Zentrum der touristischen Aktivitäten dient der Stadthafen Leipzig, der im Frühjahr 2026 der Öffentlichkeit vollständig übergeben werden soll. Er befindet sich zentrumsnah und trägt zur außergewöhnlichen Entwicklung im gesamten Quartier bei. Auf unserer Exkursion werden wir zu Fuß, die geöffneten Abschnitte der Mühlgräben und den Stadthafen Leipzig besichtigen und uns über die Wasserstadt Leipzig in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft informieren.

Maximale Personenanzahl: 30
Start- und Endpunkt: Kongresshalle am Zoo
Gebühr: Wird noch bekanntgegeben.


Bilder: Angela Zábojník

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